1991 wurde die Fa. Ingo Reyentanz gegründet.
Die damalige Arbeitssituation in den heute neuen Bundesländern war schlecht. Es waren nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden, um der Nachfrage gerecht zu werden. Die landwirtschaftlichen Betriebe reduzierten Ihre Arbeit und somit auch die Arbeitsplätze auf ein Minimum. Zum Teil wurden auch ganze Betriebsstätten geschlossen. Somit kam der Gedanke auf, in den alten Bundesländern nach einem Arbeitsplatz zu suchen..
Nach einer kurzen Zeit, machte die Fa. ZellerGmelin / Divinol Oils Angebote, dort eine Anstellung zu finden. Nach kurzem Zögern und Überlegen, ob die Familie allein zurechtkommt, schliesslich waren ja noch drei kleine Kinder im Haus, nahm ich die Arbeitsstelle an.
Da ging es also los, Einzug ins Wohnheim der Fa. ZellerGmelin / Divinol Oils, die Ihren Sitz in der Nähe von Stuttgart hat. Nach einigen Arbeitswochen ging mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, dass dieses in meiner Region eigentlich eine Marktlücke ist. Noch keiner hatte sich bislang daran gewagt, sich mit diesem Dienstleistungsgewerbe selbstständig zu machen.
Die Idee war geboren, aber war die Umsetzung überhaupt möglich?Wie sollte das funktionieren?
Der Gedanke daran, wieder bei der Familie zu Hause zu arbeiten und irgendwann einmal große Autohäuser zu beliefern, ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Zu Hause wurde alles nochmals durchgesprochen und wieder besprochen und nochmal und nochmal..
Dann wußte ich, DAS IST ES. Gesagt, getan, schon wurde die alte Stube der verstorbenen Oma renoviert und der Anfang der Selbstständigkeit begann..
Es wurden in einem kleinen Raum von ca. 12 qm kleine Werkstattregale aufgebaut und ein Schreibtisch hineingestellt. Die kleinen Fenster wurden hübsch hergerichtet. Ich begann, Werbezettel für die Neueröffnung zu drucken, die von meinen Töchtern in allen anliegenden Dörfern verteilt wurden.
Mein Sortiment bestand aus einigen Ölsorten, Pflegemitteln, Ölfiltern und Keilriemen. Es dauerte gar nicht lange und die Nachfrage nach dieser Branche stieg und stieg. Der kleine Geschäftsraum war mittlerweile so "zugepackt" mit Ware, nach der ständig gefragt wurde, dass nur noch ein kleiner Gang zum Laufen blieb..
Nun ging ich in der wenigen freien Zeit, die ich hatte, auf "Kundensuche". Ich besuchte Autohäuser und Werkstätten der näheren Umgebung und unterbreitete Ihnen mein Angebot an Ölen, Fetten und Schmierstoffen.
Als ich dann einige davon von der Qualität und dem Preis unserer Produkte überzeugen konnte, baute ich in die Scheune auf dem Hof eine große Ölwanne ein und lagerte daran die ersten 55l und 200l Fässer.
Schon bald wurde auch der Schreibtisch zu klein und der Verwaltungsaufwand zu groß.
1993 war es an der Zeit, dass meine Frau anfing, mit in der Firma zu arbeiten.
Sie kümmerte und kümmert sich heute noch um den gesamten "Büroablauf", nachdem sie eine Umschulung zur Bürokauffrau absolviert hatte.
Doch was kam dann? Unser Geschäftsraum war viel zu klein, die Lagerkapazitäten erschöpft.
Und als hätte es so sein sollen, wurde genau auf der gegenüberliegenden Strassenseite die damalige Raiffeisen Handelsgesellschaft und Bank geschlossen.
Das war es doch, das musste es sein. Wenn es jetzt gelingt, dieses Grundstück und Gebäude anzumieten, würde es wunderbar funktionieren. Es ist reichlich Lagerraum und Verkaufsraum vorhanden, sogar ein großes Büro würde Platz finden. Und tatsächlich, es hat funktioniert. Ich mietete die Räumlichkeiten an und zog
1995 mit einem komplett veränderten und erweiterten Sortiment in die neuen Räume ein.
Es entstand ein großes Büro mit PC- Anlage für die Büroaktivitäten. Es kamen Lesegerät für Folien zur Ersatzteilbestellung hinzu. Mittlerweile konnte ich so gut wie alles RUND UMS AUTO liefern, was man sich vorstellen kann.
Mein Kundenstamm wuchs und wuchs, doch was war jetzt? Autohäuser und Werkstätten riefen an und bestellten Teile. Alles funktionierte wunderbar, doch für 2 Personen war dieses Geschäft zu gross gewachsen. Also kam es
1997 zur Einstellung eines weiteren Mitarbeiters.
Durch die ständige Nachfrage nach Ersatzteilen, Pflegemitteln, Schmierstoffen, schaffte ich mir einen Lagervorrat der gängisten KFZ an. Es wurde ein Bremsenlager und ein Auspufflager sowie ein Filterlager eingerichtet. Fast alle Artikel waren nun sofort lieferbar. Ist etwas nicht lieferbar, wird es noch am gleichen Tag bestellt und ausgeliefert. Dieser Service brachte nach und nach weitere Großkunden.
Schliesslich war kaum noch Zeit für andere Tätigkeiten und an Urlaub war nicht mehr zu denken. So ergab es sich
1999, dass ein weiterer Mitarbeiter eingestellt wurde,
der beim Ausliefern aushelfen kann und sich um alle anderen anfallenden Arbeiten kümmert. Anfang des Jahres
2001, wo die Firma bereits 10jähriges Betriebsjubiläum feierte,
kam der Wunsch auf, Auszubildender Betrieb zu werden. Also absolvierte meine Frau eine Ausbildereignungsprüfung. Noch im November
2001 stellte ich einen Auszubildenden ein,
der im Jahr
2003
erfolgreich den Abschluss "Einzelhandelskaufmann" absolvierte. Er wurde nach Abschluss der Ausbildung
als Teilzeitkraft übernommen.
Mittlerweile sind alle Mitarbeiter in der Firma nicht mehr wegzudenken..